Im Hinblick auf die Literaturproduktion nahm der mitteldeutsche Raum eine bedeutende Scharnierstellung zwischen dem hoch- und niederdeutschen Sprachraum ein. So widmete sich die Exkursion verschiedenen Facetten mittelalterlicher Literaturproduktion und -rezeption, die die Augen für die Zusammenhänge zwischen Mäzenatentum (weltlicher und geistlicher Herrschaft), Stadtentwicklung (Chronistik und Rechtsprechung) Frömmigkeit/Mystik und Heiligkeit (Stifte, Klöster, Kathedralen) sowie deren topographischen Bedingtheiten öffneten.
Nach einem Besuch der Wartburg ging die Reise nach Magdeburg: als Kaiserpfalz, Erzbistum und Handelszentrum eine der größten Städte des mittelalterlichen Reiches. Von dort aus führte ein Tagesausflug zu den Domschätzen in Halberstadt und Quedlinburg, während wir am Donnerstag der Magdeburger Niederlassung des Landesarchivs Sachsen-Anhalt einen Besuch abstatteten. Nach einer Führung durch das Ottonianum und das Kulturhistorische Museum traten wir am Freitag voller neu gewonnener Eindrücke unsere Rückreise an.
Die Exkursion wurde organisiert und begleitet durch Prof. Dr. Kathrin Chlench-Priber und Dr. Birgit Zacke.